MIA.

“STILLE POST” heißt das zweite Album der Berliner Band MIA., das seit einer Woche in den Plattenläden steht. “Irgendwie ist es das erste Album nach dem ersten Album, und obwohl uns die Knie hätten weich werden müssen, war die Lust ungebremst”, erzählt Sängerin Mieze. Mit der Single “Hungriges Herz” touren die vier Musiker um die Frontfrau Mieze schon seit Wochen auf höchster Rotations-Stufe über die Kanäle der Musiksender VIVA und MTV. Und auch die Festival-Szene freut sich auf zahlreiche Open-Airs mit MIA.

Vielseitigkeit ist Programm bei MIA., die in den nunmehr sechs Jahren seit ihrer Gründung munter zwischen den Genres wechseln. Doch was von Musikkritikern hier und da als Trittbrettfahrerei abgetan wird, hat bei MIA. lange Tradition. Der ständige Wechsel und das daraus entstehende Miteinander der Stilrichtungen zwischen psychedelischem Underground der späten 70er, Einflüssen der Neuen Deutschen Welle und Ausflügen in die Welt von Techno und Trance machen MIA. zu einem – nicht ganz alltäglichen – Erlebnis.

1998 trafen sich die fünf Großstadt-Kinder und begannen unter der Obhut ihres Labels R.O.T erste zaghafte Projekte, aus denen schnell dieser einzigartige Sound wurde, der auf einem Festwagen der Love-Parade genauso gerne gespielt wird wie bei Rock am Ring oder dem diesjährigen Vorentscheid zum Eurovisions-Grand-Prix am 19. März.

Warum “Hungriges Herz” beim Grand-Prix an den Start geht? “Als die Anfrage kam, wussten wir: Das wollen wir machen. Es geht darum, sich zu stellen, auch in einer Situation, die anders ist als erwartet. Mut beweisen und etwas Neues ausprobieren”, sagt Mieze. “Als ich dieses Lied eingesungen habe, habe ich mir die Seele aus dem Leib gesungen, ich bin 1000 Tode gestorben, um wieder festzustellen, wie gut es ist, am Leben zu sein. Ich will das Lied beim Grand-Prix mit der selben Leidenschaft präsentieren und hoffe, dass der Funke überspringt und einen gewaltigen Flächenbrand entfachen wird.” cms

Label: ROT

Zurück zum Line-Up